Besichtigungnach Voranmeldung:
Balogh Imréné Jánosi Erzsébet
Tel.: +36/74/490 558
oder +36/20/576 41 30
 
Handwerkbeschäftigung nach Voranmeldung:
>>Weberei
>>Stickerei
>>Eibemalung, >>Perlenschmücke machen
Dr. Lehel Péterné
Junge Meisterin der Volkskunst
Tel.: +36/74/490 064
oder +36/30/272 46 49
 

 

Vor der Regulierung der Donau bestimmten die folgenden Flüsse die Lebensweise der Einwohner: die Donau, der Fluss Sárvíz und Báta und manche kleine Bächer, die in der Anhöhe entspringen. Die Donau wanderte jahrhundertelang das ganze Gebiet durch, das heute noch voll von alten Flussbetten, toten Armen und Teichen ist. In Wildwässern reiches Gebiet war damals für die Einwohner geeignet alle Arten der Fischerei zu treiben. Die Fischerei war jahrhundertelang eine der wichtigsten Nahrungsquellen der Menschen in Báta. Die Einwohner der damaligen Fischerdörfe lebten in drei Teile geteilten Gebäuden – das Vorhaus, die Küche mit freiem Schornstein und das Hinterhaus. Die Häsuer, die auf der Straßenlinie gebaut wurden, hatten ihre Wände aus Erde oder Kot, das Satteldach war schilfbedeckt, und der Tor und der Zaun schloss den Hof von der Seite der Straße.

 

Das Gebäude des Fischerhauses ist etwa 30 Jahren älter als das Gebäude des Heimatmuseums. Ein idealer Ort für die Ausstellung der Lebensweise der Fischer. Deswegen richteten wir hier unsere ständige Austellung ein. Der letzte Einwohner des Hauses war Imréné Kriskó geb. Erzsébet Takaró. Sie erbte das Gebäude von seinem Mann, dessen Eltern Taglöhner waren, größeres Ackerfeld hatten sie nicht. Das Dach des Gebäudes ist mit sog. „Biberschwanz“ Dachziegel bedeckt und hat ein Fenster, das auf die Straße geht. Die Dachtraufe ist mit Zylindersäulen unterstützt. Das Haus besteht aus drei Räumen, in denen man Erdboden finden kann. Die Küche hat auch ein kleines Fenster, das auf den Hof geht. Der Eingang gegenüber finden wir Scherbengeschirre, Schmortöpfe und Kessel fürs Fischkochen. An der Wand hängen Teller, Nudelnseichen, Sauerteigholz, weitere Scherbengeschirre und eine Petroleumlampe. Auf der Ofenbank stehen Scherbentöpfe, Schmortöpfe, Tröge, das Dreibein für Fischbacken und die Waage im Fischkorb. Hier ist auch die Tür des Backofens. Den Backofen nennt man Vettel (banya). Das Vorhaus war das Wohnzimmer, was alle Mitglieder der Familie nutzten. Bei den ärmeren Familien wohnten manchmal mehrere Generationen in diesem Zimmer zusammen. Neben der Wand stehen die Betten, die mit rotem Tuch bedeckt sind. Die Wiege für das kleine Kind ist ein Trog und steht auf einem kleinen Tisch (ringő). Unter dem Fenster steht die Truhe mit Tulpenmotiven. Auf der anderen Seite steht die Eckenbank, der Tisch und an der Wand hängt ein Regal für Teller und Krüge. An der Wand hängen heilige Bilder und ein Spiegel. Ein anderer Raum, der Hauptbalken hat, öffnet sich nach rechts. Das heißt Hinterhaus und das gilt auch als Wohnzimmer. Hier findet man einen Waschtruhe mit einen Leinhandtuch. Gegenüber der Tür steht eine Bank aus 1873, und ein Tisch mit großem Schublade für das Brot. Neben der Bank ist ein Bett auch mit rotem Tuch bedeckt, und eine Pritsche, die als „Notbett“ funktionierte. In der anderen Ecke des Zimmers steht ein Ofen und ein Herd.

Neben dem Herd ist ein Trog für das Teigkneten und ein Platz für das kleine Kind, damit die Mutter auch arbeiten und auf das Kind achten kann. In dem kleinen Fenster sind Werkzeuge für das Netzknoten und ein halbfertiges Netz. Die Einrichtung des Hauses war ärmer als in den Häusern der Ackerbauer, weil das Eigentumsrecht der Wässer nicht dem Fischer gehörte, sie waren nur Teilhaber.

 

Die Fischer in Báta waren damals sog. „Kleinwerkzeuger“. Das bedeutet, dass für das Fischfangen keine große Gruppe von Fischern nötigte, ein oder zwei Männer könnten mit diesen Werkzeugen arbeiten. Das wichtigste Werkzeug der „kleinwerkzeuger“ Fischer war das sog. „varsa“. Es war ein spezielles Netz, was man auch bei den Überschwemmungen benutzen konnte. Beliebtes Werkzeug war noch das sog. „kece“, was ein Nezt mit drei Schichten war. Das wurde nur im Herbst und im Winter in der Donau benutzt. Wichtigeres Werkzeuge waren noch die verschiedene Netze wie z.B.: „kukucska“, „balindháló“ und „dobóháló“ (Werfnetz). Die andere Werkzeuge hatten nur Ergänzerolle, wie „villing“, „pirittyháló“, „nyomó“, „tapogató“, „emécső“. Diese benutzten die Fischer nur manchmal, bei kleineren Fängen. Die große Netz und die sog. „balin“ Netz wendeten sie nur in kleineren Gruppen an. Für die Arbeit brauchten sie noch Spitzhacke, Harpune, Eishacke und Ruder. In der Barke, die zu der Seite des Schiffes gefesselt war, brachten sie den Fischfang nach Hause. Diese Werkzeuge sind im Fischerhaus ausgestellt und mit zeitgenössischen Fotos illustriert.

 

Auf dem Hof unter dem Weidenbaum steht die Fischerhütte aus Schilf mit der Zille und der sog. „méhes“. Das alleinstehende Gebäude heißt „kleines Haus“ oder Sommerküche, wo man das Brot buck. Ein Brettertor und ein gefochteter Zaun schließt den Hof von der Straße.