Heimatmuseum des Jahres 2005

              

Museum des Jahres
2007 – Sonderpreis

  

Geh das Dorf entlang!

        
       
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Die Entwicklung der Homepage wurde im Ramen des Jahres Renaissance-2008 mit der Unterstützung der Bewerbung Heimatsmuseen für die Gemeinschaft verwirklicht.


„Damit wir uns im großen Kreislauf der Welt unterbringen können – in diesem zeitlosen, unendlichen Verlauf – müssen wir unseren Vergangenheit, unsere persönlichen Wurzeln und unsere Geschichte kennen. Wir müssen auch unsere alte Mythen, unsere Kunst, den Motivschatz der Volkskunst kennen, der mit kristallklarem Zeichensystem die jeweilige Gefühle der Volksgruppe erscheinen lässt. Wir können unseren Platz dann finden, wenn wir neben der Achtung des Naturgesetzes unsere Vorfahren und Traditionen ehren, ihre Identität kennen, und unser modernes Leben in diesem Bewusstsein leben, und all das unseren Nachkommenschaften weitergeben.“ (Anna Kubinyi)

Das Dorf Báta liegt in der Südlichen Siedlung des Komitats Tolna, an der Donau, und neben dem Wald Gemenc, der zum Nationalpark Donau-Drau gehört. Im Jahre 1093 hat Ladislaus I., der Heilige eine Benediktinerabtei auf dem Klastrom-Berg gegründet, woraus man die ganze Fläche von Sárköz sehen kann. Wegen seiner geographischen Lage war es schon in der Zeit der Kelten bewohnt und der römische Weg führte auch durch das Dorf. Der Name Bátatő tauchte erstmal in 1015 in Schriften als Fischerdorf der pécsvárader Abtei auf. Im Mittelalter war Báta eine Wiesenstadt. Wegen der Reliquie des Heiligen Bultes ist das Dorf ein berühmter Wallfahrtsort, und war ein beliebter Aufenthaltsort der Familie Hunyadi. Mehrere ungarische Könige suchten es auf: Matthias, Sigismund und Ludwig II. Dank seiner guten Lage war es eine wichtige Übergangsstelle und ein wichtiger Hafen. Das Gewitter der Geschichte war mit ihm rücksichtslos, trotzdem war es in jeder Zeit bewohnt. Seine Einwohner berwahrten ihr Ungarntum und mehrheitlich ihr katholisches Glauben auch. Vor der Regulierung der Donau war nur eine Viertel der Fläche Ackerfeld, überall war Wasser. Die Einwohner arbeiteten in der Überschwemmungsgebietwirtschaft, die Fischerei war die wichtigste Nahrungsquelle. Die Folge der Wasserregulierung war positiv. Man erreichte damit viele guten Ackerfelder und damit finanzielle Zunahme. Das Dorfstruktur änderte sich auch. In Alszög, am Donauufer wohnen die Fischerfamilien, auf der Hauptsrtaße in den großen Häusern die reichen reformatischen Familien und in Fölszög die Katolikern, beide lebten aus dem Ackerbau.

Die Einwohner von Báta pflegten immer ihre Traditionen, ihre Trachtentanzgruppen reisten durch das ganze Land. Józsefné Dér geb. Treszka Stigler, Meisterin der Volkskunst, erweckte den sárközer katholiker Brauch, die Eierbemalung mit Wachstechnik wieder. Sie sammelte auch Gewebemuster, die den sárközer Musterschatz vermehrten. Die Sammlung und die Ausstellung der Stoffe ließen sich aber lange auf sich warten. Die Leiter des Dorfes gründeten am Ende der 80er Jahre das Heimatmuseum. Lászlóné Kiss G. geb. Erzsébet B.Tóth, die alles betrieben hat, fing mit den Schülern und mit der Rentnerklub zusammen mit dem Sammeln an. Seit 1990 sorgt Imréné Balogh geb. Erzsébet Jánosi für die Sammlung. Die Sammlung wurde am Anfang im Fischershaus ausgestellt. In einem Raum wurde ein Zimmer eingerichtet, in einem anderen Raum kleinere Gegenstände ausgestellt und in einem dritten offenen Raum Werkzeuge der Fischerei und des Ackerbaues. Am Ende der 90er Jahre stellte das Dorf fest, dass die Lebensweisen der Fischer und der Ackerbauer in verschiedener, passender Umgebung dargestellt und die Traditionen weitergegeben werden sollen. 2001 kaufte die Selbsverwaltung ein altes Haus mit weiteren, dazugehörenden Gebäuden um ein Heimatmuseum einzurichten.

Teilweise aus eigener Kraft, teilweise aus der gewonnenen Unterstüzungen des Ministeriums für Landwirtschaft und Raumordnung und des Amtes für Ackerbau und Raumordnung, wurden die Gebäude rekonstruiert und wurde eine moderne Handwerkstatt geschaffen, die neben den Handwerkbeschäftigungen auch Platz für die „Kunst am Ei“ Ausstellung und für die Sonderausstellungen bietet.

Die Werkstatt wurde mit modernen Werkzeugen versehen; das Geld gewann das Dorf mit einer Bewerbung des Ministeriums für Nationalen und Kulturellen Erbe.

Mit der Unterstützung der Nationalen und Kulturellen Basis konnte 2008 der Substanzschutz der Gegenstände verwirklicht werden.

Aus der Unterstützung des Ministeriums für Bildung und Kultur plant das Heimatmuseum die Entwicklung des Hompages, die Herstellung der Publikationen auf mehreren Sprachen und die Erneuerung der ständigen Ausstellung.

2002 öffnete sich im Heimatmuseum die ständige Ausstellung, die die Lebensweise der reichen Bauer darstellt, und drei Jahre später die „Kunst am Ei“ ständige Ausstellung.

In der Gebäude des alten Heimatmuseums kann man seit 2004 die Lebensweise der Fischer ständige Ausstellung sehen.

2003 gründete die Selbstverwaltung die Stiftung für das Heimatmuseum und für die Volkskultur um Veranstaltungen des Heimatmuseums zu organisieren und um die Arbeit zu helfen.

Das Heimatmuseum ist ein Gründungsmitglied des Verbandes der Ungarischen Heimatsmuseen.

Den 2. Preis wurde der Tätigkeit der Selbstverwaltung vom Ministerium für Nationalen und Kulturellen Erbe gegeben.

Das Heimatmuseum gewann 2005 den „Heimatmuseum des Jahres“ Preis mit der Bewerbung des Verbandes der Ungarischen Heimatsmuseen.

Mit der Bewerbung „Das Museum des Jahres“ gewann das Heimatmuseum den Sonderpreis des Ministerium für Bildung und Kultur.


Mehr über die Programme zur „Jahr in der Renaissance 2008“ finden Sie hier: www.reneszanszev2008.hu