Die ständige Ausstellung des Heimatmuseums zeigt uns den Bauernhof, die Lebensweise, die Tracht und die Volkskunst, die sich nach der Regulierung der Donau entwickelt haben. Der reicheste Stoff des Heimatmuseums ist die Textilsammlung: wir können die volle Skala der katholischen und reformatischen Tracht von Báta sehen, sowohl die männliche, als auch die weibliche Tracht. Neben der Tracht sind auch die Haustextilien, die Gewebe, die Stickereien und die Spitzen berühmt. Reich sind noch die Andenken der Kirche und der Religion. Was aber noch sehr seltsam sind, die Handschriften: Volksschulhefte, Lehrbücher, Zeugnisse, und Testamente.

Das Gebäude, das der Sammlung Plazt bietet, ließ der Ackerbauer-Kleinbesitzer, Zweitdorfrichter Mihály P. Sümegi 1887 bauen, und war ind der Hand seiner Nachkommenschaften bis 2000. Die Familie wirtschaftete mit einem Feld von 50 Joch, sie beschäftigten sich mit Getreidebau, Weinbau und mit Tierzucht.

Das Haus wurde auf die Straße senkrecht, in Kammbau mit Sittendach und weiß gebaut, was auf dem Gebiet charakteristisch war. Das Wohnhaus wurde auf Feldstein aus Lehm gebaut mit einer sog. „viklis“ Decke. Das Haus hat zewi Fenster und ein Blindfenster, die auf die Straße gehen. Das Mauerwerk ist von Gesimsen, das Giebeldrieieck von einem Sonnenmotiv geschmückt. Die Dachtraufe ist mit sieben Zylindersäulen unterstützt und auf zwei Treppen kann man in das Haus hochgehen. Das Haus hat Doppeleingangstüre: die Äußere sind dicht mit einer kleinen bunten Glasintarsia, die Innere sind verglast. Die Küche nennt man „fojtott konyha“ (gedämpfe Küche), weil damals dieser Raum einen offenen Schornstein hatte, was später eingebaut wurde. Wir können hier ein Wiegebett mit Nudelholzende, einen Spiegelschrank und einen Tisch finden. Von hier kann man das Sauberzimmer betreten. Zwischen seinen Fenstern, die auf die Straße gehen hängt ein Spiegel. Unter dem Spiegel steht eine Schublade und neben der Schublade rechts und links stehen die Himmelbetten. In der mit der Jahreszahl 1867 versehenen Truhe sehen wir eine komplette Aussteuer eines Mädchens: Leintücher, Handtücher, Tischdecken, Tuchkleider, schöne Unterröcke mit genähten Spitzen und Hemde mit häkelten Spitzenärmel. Im Schrank finden wir Hausleinen, Gewebe und Kleider für die Feiertage. Auf dem Tisch in der Mitte des Zimmers liegen Rosenkränze und Gebetbücher. Das wichtigste Möbel des Wohnzimmers sind die zwei Betten, die Schublade und das sog. „ringő“ , ein Bettchen für das kleine Kind. Zwischen den Fenstern, die auf den Hof gehen, finden wir einen Spiegel, darunter auf dem Tisch liegen Schiefertafel, Lehrbücher, Hefte und Federmappen. In der eine Ecke steht eine Nähmaschine, in der anderen Ecke ein Kleiderhaken mit Kopftüchern und Röcken. An der Wand hängen heilige Bilder und Familienfotos. Im nächsten Raum in der Küche können wir auf dem Herd einen eisernen Schmortopf, das Bügeleisen, Scherbengeschirre sehen, und neben dem Herd finden wir die Werkzeuge des Teigknetens. Vor dem Fenster stehen der Tisch und die bemalte Bank, in der anderen Ecke der Webstuhl. Die dritte Tür führt in die Küche mit offenem Schornstein. Unter dem Schornstein ist der Backofen und der Herd mit Scherbengeschirren und eisernen Schmortöpfen. Auf dem Kleiderhaken hinter der Tür hängen die Alltagskleider des älteren Mannes und der älteren Frau und ein Lederranzen. In der Kammer, wo man auf den Dachboden hochgehen kann, hängen Säcke, Körbe, Geschirre aus Holz und steht ein Bett mit einem Mückennetz.

Am Ende der Wohngebäude finden wir die Scheune und der Stall. In der Scheune sind die Werkzeuge der Ernte und des Drusches und im Stall finden wir die Werkzeuge der Tierzucht. Am Ende des Hofes, gegenüber dem Stall steht das Presshaus und unter dem Presshaus der Keller. Hier kann man die Werkzeuge der Weinbau finden. In dem sog. „góré“ lagerte man die Meiskolben. Unter dem „góré“ ist die Schweinehütte. Neben der Hütte steht der Wagenschuppen, wo man Pflüge, Eggen, Pferdewagen, Schlitten, Saatgerät lagern kann. Hier bekamen auch die Werkzeuge des Schmiedes, des Wagners, des Seilers und des Zimmermannes Platz.

 
       
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Dr. Lehel Péterné
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